08.09.2026
Die Bauarten der Lokomotiven
Die Anzahl der Laufachsen wird mit Zahlen bezeichnet, - die der Antriebsachsen mit Buchstaben.
Die Zugkraft einer Dampflokomotive beruht auf der Umwandlung von Wasser in Dampf und dann in mechanische Bewegung,
wie die Zeichnung verdeutlicht. Der Fluss des Wassers durch viele enge Röhren, an denen die heißen Verbrennungsgase
vorbeistreichen, erlaubt eine optimale Ausnutzung der Wärmeenergie.
Die Hin- und Herbewegung des Dampfkolbens wird durch das Schieberventil ermöglicht.

Brennkraftlokomotiven werden durch Dieselmotoren, Vergasermotoren, oder auch durch Gasturbinen angetrieben. Von
diesen ist die Diesellokomotive am weitesten verbreitet. Zusammen mit der
Elektrolokomotive
hat sie die Dampflokomotive verdrängt.
Für Leistungen bis etwa 500 PS und für einfache Betriebsverhältnisse werden in Diesellokomotiven hauptsächlich
Zahnradstufengetriebe mit einem Wechselgetriebe für Fahrtrichtungswechsel verwendet.
Bei den bis zu 2100 PS starken Diesellokomotiven hingegen werden zur Kraftübertragung hydraulische
Flüssigkeitsgetriebe eingesetzt, deshalb wird diese Antriebsart auch als
diesel-hydraulisch
bezeichnet.
In fast allen Ländern wird die diesel-elektrische Übertragung bevorzugt. Bei ihr ist der Dieselmotor mit einem
Generator gekuppelt, der den Strom für die
Fahrmotoren
liefert. Im Gegensatz zu Diesel- und E-Loks ist der Betrieb einer Dampflokomotive mit Bekohlung, Wassernehmen,
Entschlacken, Kesselauswaschen und vielen anderen notwendigen Arbeiten sehr umständlich; auch sind die
Ausbesserungskosten an Dampflokomotiven sehr hoch. Neben der höheren Leistung ist deshalb vor allem die erheblich
größere Wirtschaftlichkeit Ursache dafür, dass Diesel- und besonders Elektrolokomotiven die Dampflokomotiven
verdrängt haben.